Aktuell

EDIT 12.12.2o15

 

Wichtige Rechtliche Änderungen im kurzen Überblick die für Sie interessant sein könnten:

Rechtliche Änderungen im Personalwesen

Steuerrechtliche Änderungen

Ausweis der RV-Beiträge auf der LSt-Bescheinigung bei Versorgungswerken

Bei Arbeitnehmern, die von der RV-Pflicht befreit sind und Ihre RV-Beiträge stattdessen in ein Versorgungswerk einzahlen, wurden bisher bei Selbstzahlern keine RV-Beiträge auf der Lohnsteuer-Bescheinigung ausgewiesen.

Ab 2015 werden in diesen Fällen die Arbeitgeber-Zuschüsse in Zeile 22b bescheinigt.

Der Arbeitnehmer-Anteil wird weiterhin nicht auf der Lohnsteuer- Bescheinigung ausgewiesen.

Weitere steuerrechtliche Änderungen ab 2015 ·

Die Grenze für die Abgabe der jährlichen Lohnsteuer-Anmeldung wurde von 1.000,00 € auf 1.080,00 € erhöht. ·

Anhebung der Grenze für Aufmerksamkeiten (z.B. Geschenk für Hochzeit) von 40,00 € auf 60,00 €. ·

Erhöhung der Freigrenze für geldwerte Vorteile aus Betriebsveranstaltungen von 110,00 € auf 150,00 €.

Sozialversicherungsrechtliche Änderungen

Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-FQWG)

Ab 01. Januar 2015 wird durch das GKV-FQWG der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung auf 14,6 Prozent bzw. 14 Prozent

(allgemeiner bzw. ermäßigter KV-Satz) festgesetzt.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen diesen je zur Hälfte.

Der Zusatzbeitrag von derzeit 0,9 Prozent entfällt.

Stattdessen haben die Krankenkassen jetzt die Möglichkeit einen einkommensabhängigen individuellen Zusatzbeitrag festzusetzen.

Jährlich wird von der Bundesregierung ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag festgesetzt.

Dieser beträgt für das Jahr 2015 0,9 Prozent.

Ende Bestandsschutz für Arbeitnehmer in der Gleitzone Für Arbeitnehmer, die bereits vor dem 01.01.2013 beschäftigt waren und zwischen 400,01 €

und 450,00 € verdienen, konnten aufgrund des Bestandsschutzes weiterhin in der Gleitzone abgerechnet werden.

Ab dem 01.01.2015 läuft diese Übergangsregelung aus.

Arbeitnehmer, die weiterhin zwischen 400,01 € und 450,00 € verdienen, müssen zwingend als geringfügig Beschäftigte

abgerechnet werden und sind daher nicht mehr kranken- und arbeitslosenversichert.

Auf der Auswertung „Hinweise zur Abrechnung“ werden diese Arbeitnehmer mit einem entsprechenden Hinweistext ausgegeben.

SV-rechtliche Rechengrößen in 2015

Krankenversicherung

Der einheitliche Kassensatz in der Krankenversicherung sinkt ab 2015 von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent.

Der allgemeine Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent entfällt und wird ab 2015 durch einen individuellen Zusatzbeitrag je Krankenkasse ersetzt.

Neu ist auch der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der für verschiedene Personengruppen und Abrechnungsfälle angewendet wird. Für 2015 wird dieser von der Bundesregierung auf 0,9 Prozent festgesetzt.

Monatliche Bemessungsgrenze: West und Ost: 4.125,00 € (Jahr: 49.500,00 €)

Pflegeversicherung

Der Beitragssatz in der Pflegeversicherung steigt ab 2015 von 2,05 Prozent auf 2,35 Prozent.

Der Beitragszuschlagzuschlag für Kinderlose bleibt bei 0,25 Prozent.

Monatliche Bemessungsgrenze: West und Ost: 4.125,00 € ( Jahr: 49.500,00 €)

Rentenversicherung

Der Beitragssatz in der Rentenversicherung reduziert sich in 2015 von 18,9 Prozent auf 18,7 Prozent.

Monatliche Bemessungsgrenzen: West: 6.050,00 € ( Jahr: 72.600,00 €) Ost: 5.200,00 € ( Jahr: 62.400,00 €)

Arbeitslosenversicherung

Der Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung bleibt in 2015 unverändert bei 3,0 Prozent.

Monatliche Bemessungsgrenzen: West: 6.050,00 € ( Jahr: 72.600,00 €) Ost: 5.200,00 € ( Jahr: 62.400,00 €)

Jahresbeitrags-Entgeltgrenze Monatliche Jahresarbeits-Entgeltgrenze: West und Ost: 4.575,00 € ( Jahr: 54.900,00 €)

Bezugsgröße Monatliche Bezugsgrößen: West: 2.835,00 € ( Jahr: 34.020,00 €) Ost: 2.415,00 € ( Jahr: 28.980,00 €)

Insolvenzgeldumlage

Der Beitragssatz zur Insolvenzgeldumlage bleibt in 2015 voraussichtlich unverändert bei 0,15 Prozent.

Sachbezugswerte

Die Werte für Verpflegung bleiben in 2015 unverändert bei 229,00 €/Monat.

Bei den Einzelwerten entfallen dabei auf:

Frühstück: 49,00 €/Monat Mittagessen: 90,00 €/Monat

Abendessen: 90,00 €/Monat

Der Wert für freie Unterkunft steigt von 221,00 €/Monat auf 223,00 €/Monat.

Neuregelung bei elektronisch erbrachten Dienstleistungen ab 01.01.2015 – Mini One Stop Shops, MOSS

Unternehmen, die Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehleistungen sowie elektronische Dienstleistungen an Privatpersonen ausführen, sind von der Neuregelung betroffen.

Der Ort der Leistung ist dann der Ort, an dem der Leistungsempfänger seinen Wohnsitz/gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Der Unternehmer hat die Rechnung für diese Dienstleistungen an den Privatkunden mit der Umsatzsteuer des EU-Auslandes zu erstellen.

Diese Steuer ist im jeweiligen EU-Ausland anzumelden und auch zu bezahlen.

Ab 01.01.2015 gibt es ein vereinfachtes Verfahren für inländische Unternehmen (§ 18h UStG) KEA (Kleine einzige Anlaufstelle) bzw. MOSS (Mini- One-Stop-Shop).

Damit können im Wohnsitzstaat des Unternehmers diese Umsätze in einer Erklärung (für alle in diesem Quartal erzielten Umsätze – nach Ländern gegliedert) gemeldet und auch dort bezahlt werden.

Die Zahlungen werden an die betreffenden Länder weitergeleitet. Die Erklärungen sind zum 20. Tag nach Quartalsende abzugeben.

Die Registrierung für dieses freiwillige Verfahren kann seit Oktober 2014 am Portal des BZSt (Bundeszentralamt für Steuern) erfolgen.